The Green Bowl [Blog]

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Ich freue mich darauf, euch heute wieder auf einen Blick hinter die Kulissen eines Blogs entführen zu können. The Green Bowl – ein Blog geführt von Lisa Kirchgatterer.

Ich konnte Lisa dazu überreden, sich auf den ‚Hot Seat’ zu setzen und all meinen Fragen Rede und Antwort zu stehen.

Hallo Lisa, vielen Dank, dass du Dir die Zeit nimmst und mir und unseren Lesern einen Einblick in Deinen Alltag und das Leben hinter den Kulissen von ‚The Green Bowl’ gestattest. Meinen Blog gibt es ja auch noch nicht ewig, aber ich finde es immer wieder einen mutigen Schritt, wenn ich sehe, dass ein neuer Blog gestartet wird, denn ich weiß ja, was für eine Arbeit dahinter steckt.

 Vielleicht kannst du unseren Lesern etwas über deine Person erzählen, wer du bist, was du machst, …

Ich bin derzeit Studentin an der Universität Wien. Mein Hauptstudium ist das Diplomlehramtsstudium für Deutsch, Psychologie und Philosophie. Als Zweitstudium habe ich ein Jahr später noch das Bachelorstudium Bildungswissenschaft dazu genommen.

Eines meiner größten Hobbies ist das Kochen, zu jeder Tageszeit. Ich muss zugeben, ich bin eine Frühstücksfanatikerin, das heißt, bei mir werden schon am Morgen Haferflocken gekocht, Obst geschnitten oder Smoothies zubereitet. Dafür nehme ich mir auch gerne viel Zeit.

Ich begeistere mich sehr für Yoga und Sport im Allgemeinen. Seit ich mit Yoga begonnen habe, kann ich mir ein Leben ohne nicht mehr vorstellen. Ich fühle mich körperlich viel ausgeglichener und merke es sofort, wenn ich es eine Zeit lang nicht praktiziert habe, da ich mich dann nicht wohl fühle.

Ich ernähre mich vegetarisch und mittlerweile Großteils vegan. In meinem Vorratsschrank finden sich Vollwerkost und unverarbeitete Lebensmittel. Über meine Art, mich zu ernähren und zu kochen, blogge ich seit November 2014.

Mein Alltag ist eine bunte Mischung aus Uni, WG-Leben, Sport, Kochen, Freunden, Familie – das Übliche. Eine große Leidenschaft ist das Reisen. Im letzten halben Jahr habe ich vier Monate lang Großbritannien in all seinen Facetten kennen lernen dürfen. Für den kommenden Sommer sind auch schon drei Auslandsaufenthalte geplant. Ich finde es immer wieder aufregend, neue Orte kennenzulernen – und natürlich auch neue Esskulturen.

Auf deiner Seite hast du ja selbst geschrieben, dass du erst skeptisch warst, ob du einen Blog starten sollst oder nicht. Meiner Meinung nach hast du die richtige Wahl getroffen, aber was sagst du rückblickend selbst, waren die Zweifel berechtigt oder lachst du da jetzt drüber?
Was würdest du zukünftigen Bloggern oder Neueinsteigern gerne mit auf den Weg geben?

 Rückblickend würde ich schon sagen, dass die Zweifel irgendwie ihre Berechtigung hatten, vor allem in der Situation, in der man am Anfang ist und in der auch ich war. Mittlerweile empfinde ich diese Zweifel allerdings nicht mehr und bin sehr froh, den Schritt getan zu haben. Das Bloggen ist eine wunderbare Art, mein Hobby mit anderen Menschen teilen und vielleicht auch Anregungen für die Küchenexperimente anderer Leute bieten zu können.

Für künftige BloggerInnen oder NeueinsteigerInnen ist zuallererst der Schritt aus der eigenen „comfort zone“ heraus bedeutsam. Man wagt sich auf ein neues Feld vor, ein noch unbekanntes. Das löst vorerst einmal Unbehagen aus, das war bei mir auch so. Ich habe sehr lange überlegt, ob ich einen Blog starten soll oder nicht. Ich war unsicher darüber, was ich mir selbst davon erwarte und vor allem hat es mir Sorgen gemacht, was andere Leute darüber denken würden. Das Wichtigste ist es einfach, sich zu trauen, etwas komplett Neues auszuprobieren und einmal zu schauen, wie es einem selbst mit dieser neuen Erfahrung geht. Sollte man draufkommen, dass einem das Bloggen doch nicht gefällt, dann kann man es ja immer noch sein lassen. Wichtig ist aber, dass man die Umsetzung der eigenen Ideen einfach einmal ausprobiert. Wer sich nicht in einer Sache versucht, wird auch nie wissen, was gewesen wäre, wenn…

Was sind deine Zukunftspläne, was willst du mit dem Blog oder den Menschen, die du ansprichst, erreichen?

 Wie die Zukunft meines Blogs aussehen soll, weiß ich selbst noch nicht so genau. Ich führe den Blog noch nicht so lange. Gerade habe ich mir ein neues Layout für den Blog zugelegt, ein Logo folgt auch bald. Mal sehen, wo die Reise dann hinführt.

Derzeit teste ich ein Food-Paket der österreichischen Firma KochAbo.at. Ich würde mich freuen, wenn sich solche Gelegenheiten mit anderen Firmen noch öfter auftun würden.

Mit meiner Philosophie hinter meinem Blog verfolge ich das Anliegen, allen LeserInnen und auch allen SkeptikerInnen zu zeigen, wie lecker und abwechslungsreich vegetarische beziehungsweise vegane Ernährung sein kann. Außerdem möchte ich mit meinen Rezepten deutlich machen, dass es so einfach ist, sich gesund zu ernähren und selbst zu kochen. Fast alle meiner Rezepte sind in unter 30 Minuten zuzubereiten. Die Zeit kann man sich schnell einmal fürs Kochen und Essen nehmen und sollte man meiner Meinung nach auch, wenn man leistungsfähig sein will. Bekommt der Körper nicht, was er braucht, dann kann er auch nicht das leisten, was wir von ihm erwarten.

Wie viel Zeit investierst du (gerne auch täglich) ins Bloggen und wie kombiniert sich das mit deinem Alltag? Nimmst du dir extra „Blog-Zeit“ oder entstehen Rezepte und Ideen einfach so nebenbei?

 Ich kann gar nicht genau sagen, wie viel Zeit ich täglich dafür aufwende. Das Kochen „muss“ sowieso sein und daher baue ich die Rezeptentwicklung und Fotografie in meinen normalen Alltag ein. Eine extra „Blog-Zeit“ nehme ich mir eigentlich nicht, meistens läuft das ohnehin nebenbei.
Blogeinträge zu verfassen nimmt allerdings schon mehr Zeit ein. Meistens plane ich die Einträge eine Woche im Vorhinein. Da setzte ich mich einen Abend pro Woche mal eine oder zwei Stunden hin und lade die Rezepte, die ich immer nach dem Kochen aufschreibe, und die Bilder dazu hoch.

Wie lange lebst du schon vegetarisch und wie hat sich der Umstieg auf deinen Alltag, deine Familie und Freunde ausgewirkt?

 Ich lebe seit November 2013 vegetarisch und koche seit September 2014 fast ausschließlich vegan. Die Umstellung auf vegetarische Ernährung hatte eigentlich kaum Einfluss auf meinen Alltag, da ich davor ohnehin selten Fleisch oder Fisch gekocht habe. Meine Familie hat es zum einen Teil gut und interessiert aufgenommen, zum anderen Teil dann doch etwas skeptisch. Gleiches gilt für den Freundeskreis. Ich bin allerdings von der Entscheidung zu 100% überzeugt und das ist für mich das, was zählt.

Der Umstieg auf das fast ausschließliche vegane Kochen hat dann den Alltag schon etwas mehr verändert. Am Anfang dieser Umstellung war ich häufig müde und etwas krankheitsanfälliger. Nach wenigen Wochen hat das aber ins totale Gegenteil umgeschlagen. Seither habe ich so viel Energie wie noch nie zuvor. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich gleichzeitig auch aufgehört habe, weiße Lebensmittel zu konsumieren. Auch die veganen Produkte, die es im Supermarkt zu kaufen gibt, wie zum Beispiel Sojajoghurt, Nussmilch, veganen Käse oder Wurstersatz, gibt es bei mir nicht. Ich vermeide diese stark verarbeiteten und aufwendig hergestellten Produkte so gut wie komplett, bei mir ist fast alles selbst gemacht.

Die ganzen Neuerungen bedeuten gleichzeitig, dass ich nicht mehr einfach in einen Supermarkt oder eine Bäckerei gehen kann, um mir einen Snack zu kaufen. Dort werde ich nicht mehr fündig. Mit dieser Umstellung muss man sich erst einmal anfreunden, aber das war für mich eigentlich kein Problem, da ich ja sehe, wie gut mir diese neue Art der Ernährung tut.

Der Umstieg auf diese neue Ernährungsweise ist vom Familien- und Freundeskreis dann doch weniger leicht aufgenommen worden als noch die Umstellung auf Vegetarismus. Ich glaube, dass viele diese Art zu essen als anstrengend empfinden. Das Problem ist möglicherweise, dass sich viele einfach nicht vorstellen können, wie diese Lebensweise möglich ist oder sich auch gar nicht näher damit auseinandersetzen wollen. Dass dann wenig Verständnis für Leute wie mich gegeben ist, liegt mehr oder weniger auf der Hand. Ich bleibe aber dennoch dabei, da mein Wohlbefinden im Gegensatz zu früher um ein Vielfaches angestiegen ist.

Hast du Leute, die dich inspirieren? Andere Blogger, Köche oder sonst etwas?

Mein erster Blog, den ich zu lesen begonnen habe, war www.deliciouslyella.com . Die Ideen auf dem Blog haben mich dazu angestoßen, mich noch mehr und genauer mit dem Thema der gesunden Ernährung auseinanderzusetzen.

Zwei weitere tolle Blogs, die ich gerne lese, sind www.mynewroots.org und www.greenkitchenstories.com . Das sind internationale Größen der Blogger-Szene und leisten wirklich eine tolle Arbeit.

Einige Ideen entstehen auch im Austausch mit Freunden, die entweder ebenfalls bloggen oder sich mit den Themen Nachhaltigkeit, Ernährung, Saisonalität und Ähnlichem auseinandersetzen.

 Wie bist du auf meinen Blog aufmerksam geworden?

 Auf deinen Blog bin ich über die Facebook-Gruppe „Simply Vegan – Fotos, Rezepte & Tipps“ aufmerksam geworden. Das erste Rezept, das ich dort und überhaupt von dir gelesen habe, war deine Tiramisu-Interpretation. Ich habe mir daraufhin deine Seite angesehen und mich auf Facebook zu deinen Followern gereiht.

Mich würde dein Lieblingsessen interessieren. Womit bekommt man dich immer wieder positiv gestimmt?

Ganz ehrlich: ein richtiges Lieblingsessen habe ich nicht. Ich habe die größte Freude daran, Zutaten immer wieder neu zu kombinieren.

Womit man mich immer positiv stimmt, ist gesundes Essen allgemein: vegan, sojafrei, frei von weißem Zucker, Vollwert und selbst gemacht.

Eine Sache gibt’s allerdings, von der kann ich selten genug bekommen: vegane dunkle Schokolade, je höher der Kakaoanteil, umso besser. Ein kleines Laster braucht doch jeder.

5 Dinge, die du immer in der Küche haben musst?

 Zitronen, Hummus, Nüsse, Haferflocken und allerlei Obst.

Was für eine Platte/CD/Album läuft bei dir, wenn du Rezepte ausprobierst oder in der Küche stehst? Gibt’s da etwas, das immer läuft oder ist das einfach random?

Das ist eine gute Frage. Ich muss gestehen, ich höre selten Musik wenn ich koche. Meinen Laptop mit den Playlists nehme ich nicht mit in die Küche, da ich immer froh bin, wenn ich einmal Abstand davon haben kann, da ich für die Uni ohnehin ständig etwas am Laptop machen muss. Am Handy habe ich keine Musik gespeichert und auch da empfinde ich es recht angenehm, wenn es nicht ständig in meiner Nähe liegt. Ein Küchenradio gibt’s bei mir nicht. Wenn ich also am Kochen bin, dann gibt’s meistens nur mich, die Zutaten, die Küchenutensilien und am Schluss kommt noch die Kamera dazu. Wenn ich beim Kochen alleine zu Hause bin, dann kommt es allerdings nicht selten vor, dass ich selbst währenddessen singe. Beim Kochen mit anderen Leuten läuft hin und wieder schon Musik. Da geht’s häufig in Richtung Indie-Rock und Folk-Rock.

Vielen Dank, liebe Lisa für deine Worte 🙂
Besucht ihren Blog doch mal online oder auf Facebook – es lohnt sich!

https://www.facebook.com/blogthegreenbowl?fref=ts
http://www.thegreenbowl.at/

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Ein Gedanke zu “The Green Bowl [Blog]

  1. Pingback: An Interview with The Green Bowl – The Green Bowl

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