Get Infected Fashion

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Viel zu lange ist es wieder her, aber nach wie vor knüpft man Kontakte zu wunderbaren Menschen.

So geschehen mit Fabian, der Kopf hinter dem veganen und fairen Modelabel.

Ich hatte die Gelegenheit, für euch einen kleinen Blick hinter die Kulissen dieses wahnsinnig sympathischen Labels zu werfen und Fabian ein paar Fragen zu stellen.

Stell dich doch erst einmal kurz vor. Wer du bist und was du machst.

„Hey, ich bin Fabian, 25 Jahre alt und lebe in Düsseldorf. Vor 5 Jahren bin ich für meine Ausbildung hierher gezogen, habe anschließend 2 Jahre fest in einer Werbeagentur gearbeitet und studiere nun seit diesem Wintersemester Kommunikationsdesign. Ich liebe Musik, gehe in meiner Freizeit gerne auf Konzerte und spiele selber in einer Band. Außerdem mag ich es zu reisen, esse und koche gerne und die restliche Zeit arbeite ich an meinem Label „Get Infected Fashion“.“
Wie lange gibt es „Get Infected Fashion“ schon und was waren deine Beweggründe, es zu starten.
„Get Infected Fashion gibt es jetzt seit etwas über einem Jahr. Die ersten Shirts habe ich im Sommer letzten Jahres verkauft, damals noch ohne richtigen Shop. Da hatte ich nur eine Facebook-Seite und man konnte per E-Mail bestellen. Immerhin haben trotzdem direkt in der ersten Woche recht viele Leute etwas bestellt. Nachdem es alles also recht unprofessionell gestartet hatte, sind wir im November letzten Jahres mit dem Shop online gegangen.
Die Idee eigene T-Shirts zu gestalten hatte ich schon ewig im Kopf und kam wahrscheinlich einfach durch mein Interesse an Grafikdesign. Bis ich das ganze dann wirklich angegangen bin hat es aber lange gedauert. Ich wollte auch von Anfang an Dinge gestalten, die eine Message bzw. einen Hintergrund haben und nicht einfach nur etwas das schön aussieht. Anfang 2015 habe ich mich dann einfach hingesetzt und das erste Design, unser „Break Habits Not Hearts“ Shirt, gestaltet. Dass das ganze dann auch eine gute Bio-Qualität haben sollte, fair und umweltschonend produziert und vegan sein sollte, war dann recht schnell klar. Ich halte einfach nichts von dem ganzen billig Kram den man von diversen Mode-Kaufhäusern kennt und der auch noch unter schlimmsten Arbeitsbedingungen gefertigt wird. So ist das ganze dann in’s Rollen gekommen. Im Prinzip kann ich bei Get Infected Fashion gleich mehrere Interessen miteinander verbinden – meine Leidenschaft für Design, Musik, alternative Streetwear und Veganismus.“
Bist du der einzige Kopf hinter der Firma, oder wen gibt es noch hinter den Kulissen?
„Ich bin tatsächlich der Hauptkopf der hinter dem ganzen Label steckt, trotzdem habe ich einige tolle Helfer, ohne die das ganze nicht so gut laufen würde und wofür ich auch sehr dankbar bin. Die Designs, die gesamte Produktion, der Versand, die Werbung und der Online-Shop liegen komplett in meiner Hand. Bei den Fotoshootings hilft mir vor allem mein Bruder Seb, den du ja bereits von Simply Vegan kennst. Mit ihm tausche ich mich generell sehr viel über neue Designs und generell über Ideen für neue Produkte aus. Auch was die Models angeht habe ich einige Freunde, auf die ich mich da sehr verlassen kann. Bisher konnten wir also eigentlich immer zum größten Teil mit Freunden zusammen arbeiten und mussten uns keine fremden Leute zur Hilfe holen, was ich auch ziemlich cool so finde.“
Was sind deine bisherigen Meilensteine. Tage die dir in Erinnerungen bleiben, ob positiv oder negativ, wenn du an dein Label denkst?
„Wirkliche Meilensteine fallen mir garnicht ein. Vielleicht gibt es uns dazu auch noch nicht lange genug. Der Start des Labels im letzten Jahr war natürlich super cool und ich habe mich riesig über das positive Feedback gefreut. Man weiß ja vorher nie, ob eine Idee für die man selber brennt auch bei anderen wirklich so gut ankommt. Als dann per Mail ein paar Minuten nach unserem Post auf Facebook sofort die ersten Bestellungen eingegangen sind, war das schon ein super Gefühl. Ansonsten sind die Momente, wenn ein neues Produkt fertig produziert bei mir ankommt und ich es zum ersten Mal fertig bedruckt vor mir sehe immer klasse. Ich bin immer ganz gespannt, ob es denn auch wirklich genau so aussieht, wie man es sich vorgestellt hat. So einen Moment hatte ich erst vor kurzem wieder, als die ersten eigenen „Get Infected Fashion“ Beanies mit gewebten Logo-Patches bei mir eingetroffen sind. Die sind wirklich cool geworden, super bequem und in tollen Farben erhältlich. Ich denke jeder Moment, wenn man etwas neues vor sich hat und davon begeistert ist, ist die Arbeit mehr als wert. Wenn die Sachen dann auch noch bei fremden Leuten gut ankommen und diese die Sachen feiern, ist das einfach nur super!“
Wo willst du in 5 Jahren stehen? Was willst du unbedingt erreichen?
„Da habe ich eigentlich keine ganz konkreten Ziele vor Augen. Es wäre einfach toll, wenn wir unsere Produktpalette weiter ausbauen könnten. Coole neue Designs mit Message, neue Produkte wie z.B. auch Hoodies und Jacken wären sehr gut. Und wenn wir zunehmend Leute erreichen und diese für faire und nachhaltige Kleidung begeistern können. In gewisser Weise möchte ich mit den Produkten ja auch auf bestimmte Themen aufmerksam machen und ganz unterbewusst zum nachdenken anregen ohne irgendwie anzuklagen oder mit dem Finger auf jemanden zu zeigen.
Außerdem wäre es toll irgendwann vielleicht mit Bands zusammen arbeiten zu können und so das Label auch mit der Musikszene zu verbinden, in der ich mich selber ja auch zu Hause fühle. Auch mit Get Infected Fashion auf Festivals vertreten zu sein wäre natürlich eine echt coole Sache.“

Woher nimmst du die Ideen für deine Desings, wie gehst du an ein neues Projekt ran?
„Wie oben bereits gesagt haben ja alle Designs eine Message oder zumindest einen Hintergrund. Das sind einfach Themen, die mich auch selber beschäftigen, egal ob es nun um Menschenrechte, Tierrechte, Lebenseinstellungen oder Gefühle geht. Wenn ich eine Idee habe, habe ich auch immer recht schnell ein Bild dazu im Kopf, wie man das ganze grafisch darstellen könnte. Wie genau diese Ideen entstehen kann ich dir garnicht so genau sagen. Inspirieren lasse ich mich aber auf jeden Fall auch von Musik und Arbeiten in der Tattookunst. Ich arbeite generell lieber und auch besser, wenn ich die passende Musik dazu höre.
Am Anfang unseres Interviews hast du erwähnt, dass du auch beruflich in eine ähnliche Richtung gehst. Also nehme ich an, du machst das mit deinem Label nicht hauptberuflich – könntest du es dir denn vorstellen?

„Nein, hauptberuflich mache ich das nicht. Das Label ist als ein kleines Projekt neben meinem Job als Mediengestalter entstanden und ist dies auch bisher geblieben. Es wäre natürlich cool, wenn man das ganze irgendwann hauptberuflich machen könnte. Um genau zu sein wäre das doch so ziemlich das coolste was man sich vorstellen kann – mit seinen eigenen Arbeiten und eben den Dingen die einen Spaß machen sein Geld zum leben zu verdienen. Man sollte ja generell beruflich das machen, was einem Spaß macht, weshalb ich mich auch für den Mediengestalter-Beruf entschieden habe. Sich in diesem Bereich aber dann sogar selbstständig zu machen und von seinem Hobby leben zu können, ist ja eigentlich das beste was einem passieren kann.

Aktuell studiere ich Kommunikationsdesign und arbeite nur freiberuflich nebenbei noch ein wenig. Von meinem Job als Mediengestalter kann ich natürlich eine Menge fachliches Wissen mitnehmen. Dieses habe ich genutzt, weiter ausgeführt und mit dem Label nun mein eigenes Ding auf die Beine gestellt, was wirklich Spaß macht.“
Gibt es etwas, was du hier unbedingt loswerden möchtest? Was möchtest du den Lesern dieses Beitrages unbedingt mit auf den Weg geben?
„Ich könnte hier den ein oder anderen Slogan von unseren Shirts wiederholen oder aber ich versuche es einmal so: Macht das, was euch glücklich macht und gebt nicht zu viel auf die Meinung anderer. Lasst euch nicht von irgendwelchen Normen und Erwartungen fremdbestimmen, sondern macht euer eigenes Ding! In diesem Sinne: Break Habits Not Hearts! …und vielen Dank für das Interview. <3“
Dem bleibt nichts hinzu zufügen und ich danke dir, dass du heute mein Gast warst.

Ich würde mich freuen, wenn ihr der Seite und dem Shop von Fabian einen Besuch abstatten würdet und ihn unterstützt.
http://www.getinfectedfashion.de/

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